Hartz 4 Rechner

Hartz 4 (Alg 2) Berechnung mit dem Hartz 4 Rechner

Sie möchten Ihren Anspruch auf Hartz 4 (Arbeitslosengeld 2) berechnen bevor Sie beim Jobcenter / ARGE oder Kommune einen Antrag stellen?

Oder haben Sie schon den Hartz 4 Bescheid und möchten prüfen, ob Sie bekommen was Ihnen zusteht?

Der Hartz 4 Rechner hilft Ihnen in beiden Fällen. Sie können hier die relevanten Daten für Sie oder Ihre Bedarfsgemeinschaft angeben und der Hartz 4 Rechner wird dann den Bedarf an Arbeitslosengeld und ggf. Sozialgeld nach dem Sozialgesetzbuch errechnen. Am besten Sie lesen sich vor der Benutzung des Hartz-4-Rechners die Punkte 1. und 2. durch, um ein besseres Verständnis für die Thematik zu erlangen, damit Sie den Hartz 4 Rechner auch mit den korrekten Eingabewerten füttern können.

Hartz 4 Rechner

Allgemeine Angaben

Angaben zum Alter von Kindern

Angaben zu Miete und Einkommen

EURO
Bitte inklusive Nebenkosten und Heizkosten angeben.
Kommen die Kosten für Warmwasserbereitung extra zu Miete und Heizkosten hinzu?
EURO
Monatliches Bruttoeinkommen des Antragsstellers bzw. der Bedarfsgemeinschaft.
EURO
Monatliches Nettoeinkommen des Antragsstellers bzw. der Bedarfsgemeinschaft.
EURO
Monatliches Kindergeld (sofern Kinder in der Bedarfsgemeinschaft).

Wie wird der Anspruch auf Hartz 4 für Alleinstehende berechnet?

Wohnen Sie alleine, dann ist die Sache recht einfach. Es wird zunächst Ihr aktueller Regelbedarf als erwerbsfähiger Hilfebedürftiger (Hartz 4 Satz) ermittelt. Ggf. wird zusätzlicher Mehrbedarf hinzugerechnet. Einen Mehrbedarf in Form eines prozentualen Zuschlags zum Regelsatz können Sie als Einzelperson z. B. dann geltend machen, wenn Sie entweder ab der 13. Woche schwanger (+17%) sind oder behindert sind und an einer Eingliederungsmaßnahme nach dem Sozialgesetzbuch IX teilnehmen (+35 %). Zum Schluss werden die angemessenen Kosten der Unterkunft (KdU) inklusive Betriebskosten und Heizkosten hinzugerechnet. Kosten der Unterkunft können entweder die Miete für eine Mietwohnung sein oder aber auch Kosten die für das Wohnen in einer Eigentumswohnung oder in einem Eigenheim entstehen. In welcher Höhe die Mietkosten angemessen sind, richtet sich nach den vor Ort herrschenden bzw. regionalen Gegebenheiten auf dem Wohnungsmarkt. Erfragen können Sie die angemessenen Kosten bei der ARGE. Die Behörden orientieren sich dabei an den Wohngeld Mietobergrenzen unter Berücksichtigung der örtlichen, marktüblichen Mietkosten. Als angemessene Wohnungsgröße für einen Einpersonenhaushalt gelten 45 Quadratmeter. Für jede weitere Personen können 15 Quadratmeter hinzugerechnet werden.

Die Summe aus Regelbedarf, evtl. Mehrbedarf und Kosten der Unterkunft ergibt den Gesamtbedarf. Von diesem Gesamtbedarf müssen Ihre Einkünfte in Abzug gebracht werden. Als Ergebnis ergibt sich Ihr monatlicher Anspruch auf Arbeitslosengeld II (umgangssprachlich Hartz 4).

Dabei ist es egal, ob Sie arbeitslos sind, arbeiten oder sogar zusätzlich Arbeitslosengeld 1 (siehe Arbeitslosengeldrechner) beziehen. Wenn Sie Einkünfte aus Arbeit haben oder Arbeitslosengeld 1 beziehen, diese Leistungen Ihren tatsächlichen Bedarf nach dem Sozialgesetzbuch jedoch nicht abdecken, dann gelten Sie als so genannter Aufstocker. Die Differenz zu Ihrem Bedarf nach Sozialgesetzbuch II wird dann vom Jobcenter oder der Kommune aufgestockt.

Wie errechnet sich der Anspruch auf Hartz 4 für Bedarfsgemeinschaften?

Wenn Sie mit mehreren Personen in einem Haushalt wohnen wird die Sache ein wenig komplizierter. Aber keine Angst! Schwierig ist es trotzdem nicht:

Nehmen wir an, Sie wohnen z. B. mit Ihrem Partner / Ehegatten und Kindern zusammen. Diese Konstellation wird vom Jobcenter als Bedarfsgemeinschaft bezeichnet. In einer Bedarfsgemeinschaft kann es mehrere erwerbsfähige Hilfebedürftige geben. Z. B. gilt hier auch Ihr Partner / Ehegatte als erwerbsfähiger Hilfebedürftiger, sofern er arbeitsfähig ist. Jedoch können auch nichterwerbsfähige Hilfebedürftige in einer Bedarfsgemeinschaft wohnen. Dies können z. B. Ihre Kinder sein, die noch in der Schulausbildung sind. Nichterwerbsfähige Personen sind z. B. Personen über 65 und unter 15 Jahren, da diese dem Arbeitsmarkt per Gesetz nicht zur Verfügung stehen (§ 7 SGB II). Erwerbsfähige Hilfebedürftige in einer Bedarfsgemeinschaft bekommen Arbeitslosengeld 2. Nichterwerbsfähige Hilfebedürftige bekommen Sozialgeld. Oft werden die Begriffe Arbeitslosengeld 2 und Sozialgeld in einen Topf geworfen und umgangssprachlich als Hartz 4 bezeichnet.

Für jedes hilfebedürftiges Mitglied in der Bedarfsgemeinschaft muss nun ein Regelsatz ermittelt werden. Der Regelsatz hängt bei Kindern z. B. vom Alter ab (z. B. 224 € für Kinder jünger als 6 Jahre), bei Erwachsenen z. B. davon ob sie alleinstehend sind (in diesem Fall beträgt der Hartz 4 Satz 382 €) oder ob sie verheiratet bzw. verpartnert oder in eheähnlicher bzw. partnerschaftsähnlicher Gemeinschaft leben (in diesen Fällen beträgt der Hartz 4 Satz für jeden der beiden Partner jeweils 342 €). Die Regelsätze für jedes Mitglied der Bedarfsgemeinschaft können der aktuell gültigen Regelsatztabelle entnommen werden und müssen dann addiert werden. Auch im Fall der Bedarfsgemeinschaft kommen hier ggf. Mehrbedarfe für einzelne Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft hinzu. Als dritte Position werden wieder die Kosten der Unterkunft addiert. Welche Kosten der Unterkunft bzw. Miete angemessen sind hängt von der Größe der Bedarfsgemeinschaft. Kosten der Unterkunft, die höher als angemessen ausfallen, werden nur solange übernommen, solange ein Umzug oder eine Kostensenkung nicht möglich oder nicht zumutbar ist, in der Regel jedoch maximal sechs Monate. Nach dem gleichen Schema wie im Einzelhaushalt ergibt die Summe der drei Posten Regelbedarfe, Mehrbedarfe und Kosten der Unterkunft den Bedarf der Bedarfsgemeinschaft. Im letzten Schritt muss das Einkommen der Bedarfsgemeinschaft (abzgl. Freibeträge) errechnet werden und vom Bedarf abgezogen werden. Die Differenz ist die Summe, die vom Grundsicherungsträger (Jobcenter, ARGE o. Kommune) an die Bedarfsgemeinschaft ausgezahlt wird.